
Partnerportal –
Portal für DHL & Deutsche Post Filialen
Kunde
DHL / Deutsche Post
Zeitraum
2025-2026
Rolle
Designer
Aufgaben
Konzept, UX-Design, UI-Design, Prototyping, Entwicklungsbegleitung
Projektübersicht
Das Partnerportal ist die zentrale Anwendung, über die DHL- und Deutsche-Post-Filialen ihr Tagesgeschäft abwickeln. Auf Basis einer historisch gewachsenen, heterogenen Systemlandschaft entstanden eine klare Informationsarchitektur, konsistente Interaktionsmuster und ein einheitliches visuelles Design.
Das Ergebnis ist eine konsistente und alltagstaugliche Anwendung, die bundesweit in den Filialen im Einsatz ist.
Projektziele
Getrennte Anwendungen mit eigenen Bedienlogiken in einer Oberfläche bündeln
Die Vielzahl an Funktionen so ordnen, dass sich jede Aufgabe ohne Vorwissen über die Systemhistorie finden lässt
Wiederkehrende Interaktionsmuster über alle Bereiche hinweg etablieren
Denselben Funktionsumfang auf stationärem Rechner und mobilem Urovo-Gerät bereitstellen
Ein einheitliches visuelles Design auf Basis der bestehenden Markensprache schaffen


Alles an einem Ort
Eine Filiale erledigt an einem Tag sehr unterschiedliche Dinge. Sendungen verfolgen, Bargeld verwalten, Öffnungszeiten ändern, Stammdaten pflegen, Schulungsinhalte abrufen. Früher lagen diese Aufgaben in getrennten Systemen mit jeweils eigener Bedienlogik.
Das Partnerportal führt sie in einer Oberfläche zusammen. Fünf Bereiche gliedern den Zugang, von der Startseite über Aktuelles und Lernen bis zum Service-Center und den Aufgaben. Innerhalb der Bereiche folgen alle Funktionen derselben Darstellung als Kachel mit Illustration und Bezeichnung.
Die Startseite lässt sich anpassen, denn welche Funktionen täglich gebraucht werden, unterscheidet sich von Filiale zu Filiale. Daneben stehen die Termine, weil der Blick auf den Tag zu den ersten Fragen am Morgen gehört.


Dieselbe Anwendung, zwei Geräte
In der Filiale wird nicht nur an der Theke gearbeitet. Neben dem stationären Rechner kommt ein mobiles Gerät von Urovo zum Einsatz, für Aufgaben im Lager und im Verkaufsraum.
Es ist keine reduzierte Fassung, sondern bietet denselben Funktionsumfang, vom Scannen einer Sendung bis zur Änderung von Stammdaten.
Die fünf Bereiche bleiben gleich und wandern auf dem Mobilgerät an den unteren Rand, die Kacheln ordnen sich statt in fünf Spalten in zwei. Gleich bleibt nicht das Layout, sondern die Logik.


Die Woche auf einem Blick
Eine Filiale plant ihren Tag um die Fahrten herum. Wann Ware ankommt, wann abgeholt wird und wie viele Pakete angekündigt sind, bestimmt Personaleinsatz und Lagerplatz.
Der Wochenplan zeigt alle sieben Tage nebeneinander, der aktuelle ist hervorgehoben. Der Blick nach vorn bleibt möglich, ohne die Ansicht zu wechseln.
Ein fester Zeichensatz ersetzt ausgeschriebene Angaben. Sendungsart, Richtung und angekündigte Menge stehen in einer Zeile, die Legende direkt darüber statt in einer Hilfe.


Der längere Vorlauf
Neben den täglichen Fahrten laufen in einer Filiale Aufgaben mit längerem Vorlauf, etwa Bestelltermine und wiederkehrende Workflows. Im Wochenplan lassen sie sich nicht abbilden.
Der Kalender ergänzt deshalb die Monatsansicht. Jeder Eintrag erscheint als beschriftete Leiste im jeweiligen Tag, sodass Häufungen und freie Zeiträume sichtbar werden.
Der aktuelle Tag ist markiert, und eine Schaltfläche führt jederzeit dorthin zurück. Wer weit vorausgeblättert hat, findet ohne Umweg in die Gegenwart.

Das Nachschlagewerk
Eine Filiale führt hunderte Produkte und Verfahren. Die Frage kommt meistens dann, wenn jemand am Schalter wartet, gebraucht wird eine Antwort in Sekunden.
Wissen A bis Z ist deshalb wie ein Nachschlagewerk aufgebaut. Die alphabetische Ordnung setzt kein Vorwissen darüber voraus, in welche Kategorie ein Begriff gehört.
Unter jedem Titel steht eine Zeile in einfacher Sprache, die die häufigste Frage oft schon beantwortet, bevor der Eintrag geöffnet wird.

Zertifikate als Geschäftsgrundlage
Filialen müssen regelmäßig Servicezertifikate bestehen, um Partner von DHL und Deutsche Post zu bleiben. Bei erfolgreichem Abschluss gibt es zusätzlich Boni. Daran hängt die Geschäftsgrundlage.
Fortschritt und Status stehen deshalb nebeneinander. Der Fortschritt nennt den Wert, der Status übersetzt ihn in erfüllt oder nicht erfüllt. Nicht erfüllte Kriterien sind farblich und durch ein Symbol markiert, daneben führt ein Link zur Detailseite.
Der Datenstand steht über der Tabelle. Wenn an Kennzahlen eine Partnerschaft hängt, muss erkennbar sein, wie aktuell sie sind.


Was zuerst dran ist
Filialen müssen Unterweisungen und Prüfungen regelmäßig absolvieren. Versäumte Fristen haben rechtliche Folgen und gefährden die Partnerschaft.
Die Liste ordnet deshalb nach Dringlichkeit statt nach Datum. Wer die Seite öffnet, weiß sofort, was zuerst zu tun ist. Nur die dringlichste Aufgabe ist aufgeklappt und zeigt die Handlung direkt als Schaltfläche.
Erledigte Aufgaben bleiben darunter sichtbar, damit die Ansicht nicht ausschließlich Offenes zeigt. Ein Punkt in der Hauptnavigation weist auf offene Aufgaben hin, auch wenn der Bereich nicht geöffnet ist.
Ergebnisse & Impact
Aus einer historisch gewachsenen, heterogenen Systemlandschaft wurde eine Anwendung mit durchgängiger Informationsarchitektur
Fünf Bereiche gliedern den Zugang zu allen Filialprozessen, von Sendungsverfolgung über Bargeldverwaltung bis zu Schulungen und Pflichtaufgaben
Konsistente Interaktionsmuster über alle Bereiche hinweg, sodass eine einmal gelernte Bedienung überall trägt
Voller Funktionsumfang auf beiden Endgeräten, am stationären Rechner an der Theke und auf dem mobilen Urovo-Gerät
Die Startseite lässt sich an den Alltag der einzelnen Filiale anpassen
Einheitliches visuelles Design auf Basis der bestehenden Markensprache
Bundesweit in den Filialen im Einsatz
